Matterhorn Gotthard Bahn

 

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Rund um die Welt mit der Matterhorn Gotthard Bahn

Internationale Touristen, Schweizer Ausflügler, einheimische Pendler, nostalgische Eisenbahnliebhaber … Diese Menschen trifft man an einem ganz normalen Tag in der MGBahn Richtung Zermatt. Eindrücke eines Streifzugs im Sommer 2016.

Leopold Borter, ehemaliger Lokführer, Naters

Tausende Male legte Leopold Borter die Strecke zwischen Visp und Zermatt zurück und genoss stets den besten Ausblick auf die Bergwelt. Er arbeitete von 1970 bis 1995 als Lokführer bei der damaligen Brig-Visp-Zermatt-Bahn und erfüllte sich damit einen Bubentraum. Im Laufe der Zeit kannte er jede Kurve, jede Brücke, jeden Felsen – langweilig wurde ihm dabei nie. Auch gab es in den 70er-Jahren wegen der vielen hydraulischen Hebel im Führerstand reichlich Handarbeit. Über die Jahre vereinfachten modernere Prozesse die Arbeit der Lokführer beträchtlich. Ab 1992 liess sich Leopold Borter nebenbei umschulen und übernahm fortan administrative Aufgaben. Er war unter anderem für die Arbeitsplanung der Lokführer verantwortlich. Doch auch bis zu seiner Pensionierung 2004 half er immer wieder gerne im Führerstand aus. Nur am Computer zu sitzen, wäre dann doch etwas zu langweilig gewesen.

Dora Schenk und Elsbeth Stettler, Freundinnen, Kanton Bern

Einmal im Monat unternehmen die Freundinnen einen Tagesausflug. Die Destination wird jeweils spontan bestimmt. Aufgrund des erwarteten Sommertages entschieden Dora Schenk und Elsbeth Stettler, nach Zermatt in die Höhe zu fahren. Das Wallis bereisen sie immer wieder gerne, denn man werde auch als «Üsser-Schwiizer» immer sehr freundlich aufgenommen. Die Damen bezeichnen die Region gar als zweite Heimat, allerdings liegt ihr letzter Besuch der Matterhorn-Gemeinde bereits über 20 Jahre zurück. Am Mattertal fasziniert sie die Landnutzung und die kleinen Häuschen an den steilen Hängen, das finde man sonst nirgends. Dank der Autofreiheit seien die frische Luft und die ruhige Atmosphäre ein grosses Plus des Bergdorfes. Das Reisen mit der MGBahn sei heute mit den modernen Wagen sehr angenehm geworden. Und mit dem Blick aus dem Fenster sei auch immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Sameer Agarwal und Familie, Neu-Delhi (Indien)

Bereits vor Jahren besuchte Sameer Agarwal die Schweiz im Anschluss an eine Geschäftsreise. Sie gefiel ihm damals so gut, dass er beschloss, seine Lieblingsplätze auch seiner Frau und den Kindern zu zeigen. Es wird auch dieses Mal bestimmt nicht seine letzte Reise bleiben. Zwei der sieben Tage im Land haben sie in Zermatt verbracht. Sie genossen das charmante Dorf und die Schönheit der Schweizer Natur mit ihrem einmaligen Panorama, die in wunderbarem Kontrast zu der indischen Millionenmetropole Neu-Delhi steht. Die Berge seien hier zum Greifen nah und die Leute sehr freundlich. Sie unternahmen hauptsächlich Dorfspaziergänge, denn für längere Wanderungen seien die Kinder noch etwas klein. Was die Familie an der MGBahn besonders schätzt, sei der grossräumige Platz für das Gepäck und der Niederflureinstieg. Das erleichtere das Reisen mit grossen Koffern und Kindern enorm.

Pink und Nat, Ehepaar, Bangkok (Thailand)

Von Bangkok nach Zermatt. Einmal im Leben das Matterhorn mit eigenen Augen bestaunen, das stand zuoberst auf der Liste ihrer einwöchigen Schweizer Reise. Sie hätten lange gespart, dafür sei ihre Vorfreude umso grösser. Das schöne Postkartenwetter erheitert die Mienen der selbstständigen Modedesignerin Pink und ihres Mannes Nat, so können sie ihren Familien den weltberühmten Berg von der schönsten Seite zeigen. Während ihres Aufenthalts gehören Wanderungen zum Tagesprogramm, wenn auch nur kleine, denn das steile Gelände sind sie nicht gewohnt. Auf der Zugfahrt weichen ihre Blicke kaum vom Fenster. Verzaubert sind sie von der fremden Landschaft, der Aussicht und von den unzähligen Brücken und Tunneln. Sie schätzen das perfekte ÖV-System in der Schweiz, denn in Thailand seien die Züge stets überfüllt und nie pünktlich, das sei bei der MGBahn ganz anders.