Matterhorn Gotthard Bahn
Regionalzug Richtung Visp vor dem Bahnhof Lax.
Lax/Goms/Schweiz

 

Home > Summer > Railway information > Fahrgastrechte

Fahrgastrechte

Per 1. Januar 2021 erhalten Reisende im öffentlichen Verkehr (öV) in der Schweiz stärkere Rechte bei Verspätungen oder Ausfällen. Auf dieses Datum treten neue Bestimmungen im Personenbeförderungsgesetz und der dazugehörenden Verordnung in Kraft.

Vor Abfahrt

Nicht-Antritt der Reise und vollständige Erstattung des Billetts, wenn die Reise aufgrund der Verspätung oder des Ausfalls ihren Zweck nicht mehr erfüllen kann.

Unterwegs

    • Weiterfahrt bei Anschlussbruch ohne Nachzahlung: Wird die Reise trotz Verspätung oder Ausfall einer Verbindung zum Reiseziel fortgeführt, kann die Reise mit der nächsten geeigneten Verbindung oder über einen Hilfsweg ohne Nachzahlung eines höheren Fahrpreises beendet werden.
    • Reiseabbruch und unmittelbare Rückkehr zum Ausgangsort: Vollerstattung, wenn die Reise aufgrund der Verspätung oder des Ausfalls ihren Zweck nicht mehr erfüllen kann.
    • Reiseabbruch und Verbleib am Unterwegs-Bahnhof: Teilerstattung der unbenutzten Leistung des Billetts.
    • Unterstützungsleistungen bei Verspätungen ab 1 Stunde, z.B.:  Mahlzeiten und Erfrischungen in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit, sofern sie im Fahrzeug oder im Bahnhof verfügbar oder vernünftigerweise lieferbar sind.
    • Übernahme von Übernachtungskosten, wenn das Ziel der Reise am gleichen Tag nicht mehr erreicht werden kann und die Verspätung nicht aufgrund höherer Gewalt entstanden ist (keine Änderung zu bisherigem Stand).

Die Erstattung kann vor oder bis spätestens 30 Tage nach der Reise an den bedienten Verkaufsstellen der an der Verspätung beteiligten Transportunternehmungen vorgenommen werden. 

Am Reiseziel

Bei Verspätungen ab einer Stunde am Reiseziel haben öV-Passagiere einen Entschädigungsanspruch von 25 Prozent des Fahrpreises und bei Verspätungen ab zwei Stunden sind es 50 Prozent. Die Entschädigung kann geltend gemacht werden, wenn sie mindestens 5 Franken beträgt. Entschädigungsberechtigt sind damit Passagiere, die ein Billett für mindestens 20 Franken gekauft und mehr als eine Stunde Verspätung erlitten haben. 

Passagiere, die bei Verspätungen oder Ausfällen ihr Recht auf Entschädigung geltend machen wollen, können dies unter swisspass.ch/fahrgastrechte tun - unabhängig davon, bei welchem Transportunternehmen die Verspätung auftrat. Auch Reisende, die ein Abonnement besitzen und von Verspätungen und Ausfällen betroffen sind, können eine angemessene Entschädigung verlangen. Die detaillierten Bedingungen dafür sind ebenfalls auf der oben verlinkten Website abrufbar.

Die Entschädigungsanträge bei Verspätungen von mehr als einer Stunde am Reiseziel müssen innerhalb von 30 Tagen nach dem Zwischenfall beim SBB Contact Center in Brig eingereicht werden. Eine Auszahlung der Entschädigung an den bedienten Verkaufsstellen der Transportunternehmungen ist nicht möglich. 

Detaillierte Informationen über die erweiterten Fahrgastrechte im öffentlichen Verkehr (öV) in der Schweiz sowie das Antragsformular für eine Entschädigung bei Verspätungen ab 60 Minuten stehen unter swisspass.ch/fahrgastrechte zur Verfügung.

Antragsformular