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Nachhaltigkeit bei der Matterhorn Gotthard Bahn

Gemeinsam für die Welt von morgen

Die Matterhorn Gotthard Bahn setzt regelmässig Projekte um, damit der Bahnbetrieb ressourcenschonender gestaltet werden kann. Bei Bauprojekten wird der Nachhaltigkeitsaspekt im Sinne der Energieeffizienz in der Planungsphase berücksichtigt.

Bergwasser aus dem Furkatunnel als Wärmequelle

Aus einer ergiebigen Quelle in der Tunnelmitte des Furkatunnels fliessen etwa 600 Liter/Min. Bergwasser. Durch weitere Bergwasser-Eintritte im Tunnel erreicht die Wassermenge beim Portal Oberwald 5'400 Liter/Min. Die Wassertemperatur im 1982 eröffneten und 14,4 km langen Furkatunnel ist ganzjährig konstant um die 16 °C. Ein Teil dieses Wassers fliesst seit 1993 durch eine Leitung nach Oberwald und beheizt dort mit dezentralen Wärmepumpen einen Teil des Dorfes. Am Fernwärmenetz sind 209 Wohnungen, ein Hotel, das Schulhaus, das Feuerwehrlokal, das Bahnhofbuffet sowie die Remise der Matterhorn Gotthard Bahn angeschlossen. Die Heizleistung beträgt 1'169 kWh und die produzierte Energie-Menge pro Jahr liegt bei ca. 3‘000 MWh. Jährlich können so rund 738 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Energieeffiziente Rollmaterialflotte

Bei den neuen ORION-Zügen wird Energieeffizienz grossgeschrieben. Eine bedarfsgerechte Klima- und Heizungssteuerung mit CO₂-Sensor reguliert die Frischluftzufuhr im Fahrgastraum. Im Innenraum wird nur dann frische Aussenluft zugeführt, wenn der CO₂-Gehalt einen bestimmten Schwellenwert übersteigt. Dadurch reduziert sich der Energieverbrauch für die Heizung.

Neuer Triebzug Orion der Matterhorn Gotthard Bahn am Bahnhof Brig

Zudem werden in den neuen Fahrzeugen Trockentransformatoren eingesetzt. Diese weisen einen deutlich höheren Wirkungsgrad gegenüber ölgekühlten Transformatoren auf.

Rekuperation am Gornergrat

Alle Fahrzeuge der Gornergrat Bahn sind mit Asynchron-Maschinen als Fahrmotoren ausgestattet. Diese speisen die überschüssige Energie einer Talfahrt zurück ins Fahrleitungsnetz, damit bergwärts fahrende Züge diese aufnehmen können. So produzieren drei talwärts fahrende Züge Strom für ein bis zwei bergwärts fahrende Züge. Seit der ersten Fahrt am 20. August 1898 fährt die Gornergrat Bahn mit der sogenannten Rekuperation.

Energiesparen dank moderner Weichenheizung und Signalen

Bei rund 80 % der Weichen werden moderne Weichenheizungen eingesetzt. Diese werden über eine Steuerung abhängig von der Luftfeuchtigkeit und Temperatur ein- oder ausgeschaltet. Danke der Messung von Temperatur, Niederschlag und Wind wird die Heizung nur bei Bedarf zum richtigen Zeitpunkt eingeschaltet. So wird nicht nur Energie gespart, sondern auch Streckenunterbrüche wegen blockierter Weichen vermieden. Die neuen Weichenheizungen verbrauchen 45-50 % weniger Strom.

Auf der Strecke der Matterhorn Gotthard Bahn werden die Signale nach und nach auf LED umgerüstet. Dadurch steigt vor allem die Lebensdauer der Leuchtmittel. Diese sind mit 15 Jahren Lebensdauer rund fünfmal länger im Einsatz als früher.

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