Matterhorn Gotthard Bahn

 

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Projektbeschrieb «Erneuerung Furka-Tunnel»

Gründe für die Erneuerung
Bedingt durch das damalige politische Umfeld und die sehr knappen finanziellen Mittel wurde der Furka-Tunnel mit einem minimalen Ausbaustandard erstellt. Zudem basierte die damalige Planung auf den Normen und Richtlinien aus den 60er Jahren, welche die heutigen hohen Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllen. Nach 33 Betriebsjahren ohne grössere bautechnische Investitionen sind deshalb bauliche und sicherheitstechnische Massnahmen notwenig, welche den Bahnbetrieb für die nächsten 50 Jahre sicherstellen. Der Furkatunnel ist aufgrund seiner Länge von 15.4 km, seiner geografischen Lage sowie seiner Bauart ein anspruchsvoller Spezialfall.

Vorarbeiten 2015 – 2018
Die Ventilatoren der Tunnellüftung wurden in Tunnelmitte in einer neu ausgebrochenen Nische installiert sowie die Lüftungszentrale in den bereits bestehenden Seitenstollen (Bedrettostollen) eingeplant. Zu den Vorbereitungsarbeiten gehörten zudem die Einrichtungen bei den Installationsplätzen bei den beiden Tunnelportalen in Oberwald und Realp.

Hauptarbeiten ab 2018

Weshalb eine Erneuerung?
Bedingt durch das damalige politische Umfeld und die sehr knappen finanziellen Mittel wurde der Furkatunnel mit einem minimalen Ausbaustandard erstellt. Zudem basiert die damalige Planung auf den Normen und Richtlinien aus den 60er Jahren, welche die heutigen hohen Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllen. Nach 33 Betriebsjahren ohne grössere bautechnische Investitionen sind deshalb bauliche und sicherheitstechnische Massnahmen notwendig, welche den Bahnbetrieb für die nächsten 50 Jahre sicherstellen. Der Furkatunnel ist aufgrund seiner Länge von 15.4 km, seiner geografischen Lage sowie seiner Bauart ein anspruchsvoller Spezialfall. 

Sicherheit
Nach Abschluss des Projekts «Erneuerung Furkatunnel» wird der Sicherheitsstandard im Tunnel wesentlich erhöht sein. Insbesondere sind durch die geplanten Massnahmen die Möglichkeiten der der Selbst- und Fremdrettung sichergestellt. In einem Ereignisfall wird die Fluchtrichtung mit einem durchgehenden grünen Lauflicht im Handlauf gekennzeichnet. Die Betriebszentrale hat jederzeit die Möglichkeit, die Beleuchtung und die Lüftung im Tunnel einzuschalten. Mit dieser Ereignislüftung wird sichergestellt, dass bei einem Brandereignis eine rauchfreie Zone als Sicherheitsraum erzeugt werden kann. Die Selbstrettung wird im Ernstfall durch die Rettungsorganisation der Matterhorn Gotthard Bahn unterstützt. 

Tunnelhauptarbeiten ab 2018 
Ab 2018 werden die Hauptarbeiten mit der Instandsetzung des Tunnelgewölbes in Angriff genommen. Anschliessend erfolgt die komplette Erneuerung der Bahntechnik (Einbau der Energieversorgung, der Kabelanlagen und Kommunikation, feste Fahrbahn anstelle Schotterfahrbahn und Einbau einer Deckenstromschiene anstelle der herkömmlichen Fahrleitung). Nach Abschluss dieser Hauptarbeiten wird die Tunnellüftung als Ereignislüftung für die Selbstrettung eingebaut. 

 

Tunnel- und Ereignislüftung
Zur Erhöhung der Sicherheit wird in der Tunnelmitte eine Tunnellüftungsanlage installiert, welche gleichzeitig drei Bedürfnisse abdecken wird. 

  • Während der Bauarbeiten im Tunnel wird die Lüftung zur Frischluftzufuhr für Personen eingesetzt. 
  • Verbesserung der klimatischen Bedingungen im Tunnel bezüglich Reduktion der Feuchtewerte und zur Reduktion der Korrisionsschäden und deren Folgekosten. 
  • Die Lüftung dient im Ereignisfall zur Sicherstellung einer rauchfreien Zone als «Sicherer Bereich» für die Selbstrettung.

Es ist der Einbau einer steuerbaren Brandlüftung mit Ventilatoren in der Tunnelmitte vorgesehen. Die Leistung der Ventilatoren ist so dimensioniert, dass auf einer Tunnelseite des Brandherdes temporär ein sicherer Bereich hergestellt werden kann und so die Rettung der Personen unter rauchfreien Bedingungen gewährleistet ist. 

Sicherheit
Nach Abschluss des Projekts «Erneuerung Furka-Tunnel» wird der Sicherheitsstandard im Tunnel wesentlich erhöht sein. Insbesondere sind durch die geplanten Massnahmen die Möglichkeiten der Selbst- und Fremdrettung sichergestellt. In einem Ereignisfall wird die Fluchtrichtung mit einem durchgehend grünen Lauflicht im Handlauf gekennzeichnet. Die Betriebsleitzentrale hat jederzeit die Möglichkeit, die Beleuchtung und die Lüftung im Tunnel einzuschalten. Mit dieser Ereignislüftung wird sichergestellt, dass bei einem Brandereignis eine rauchfreie Zone als Sicherheitsraum erzeugt werden kann. Die Selbstrettung wird im Ernstfall durch die Rettungsorganisation der Matterhorn Gotthard Bahn unterstützt.

Zeitplan