Matterhorn Gotthard Bahn

 

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Ehemalige Wagen der Matterhorn Gotthard Bahn gehen fremd

Einige haben Gartenzwerge im Garten stehen, andere eine Modelleisenbahn: Fridolin Lenzin verliebte sich in einen MGBahn-Eisenbahnwagen und im Oktober 2015 machte er seinen Bubentraum war – er liess sich das Original inklusive Schienen in seine Gartenbeiz stellen.

Alter Eisenbahnwagen im Garten

Seit Ende 2015 ist der mit rund 450 Sitzplätze bietende Gasthof um eine Attraktion reicher. In der Gartenwirtschaft steht der Mitteleinstiegswagen B 2274 mit Baujahr 1963 und seinen elf Tonnen Gewicht. Der Wagen kann für Zusammenkünfte, Familienapéros, Kindergeburtstage oder sonstige Anlässe jeder Art genutzt werden kann.

Historisches Restaurant Ochsen

Die ersten Dokumente, welche den Ochsen in Wölflinswil (Kanton Aargau) betreffen, stammen aus dem Jahre 1288. Das Gasthaus erlebte durch die Jahrhunderte eine bewegte Geschichte. Im Jahre 1970 erwarb Fridolin Lenzin das geschichtsträchtige Haus. Seit Oktober 2005 wird das reiche Lebenswerk von Fridolin und Anita Lenzin-Tschudi von ihrem Sohn Jörg und seiner Frau Judith Lenzin-Munari weitergeführt.

Der «Ochsen », wird durch mehrere gastronomische Auszeichnungen empfohlen: 14 Gault Millau Punkte, Chaîne des Rôtisseurs, Gilde etablierter Schweizer Gastronomen, JR Europe und den Michelin Guide Schweiz.

Zum Übernachten stehen auch zehn schöne und heimelige Zimmer im Hause zur Verfügung.

Wie komme ich nach Wölflinswil?

Mit dem ÖV fährt man mit dem Postauto ab Aarau Hauptbahnhof (Fahrtdauer 24 Minuten) oder Frick Bahnhof (Fahrtdauer 16 Minuten) direkt bis vor den Landgasthof Ochsen – Haltestelle Dorf. Wölflinswil liegt im Bezirk Laufenburg auf 437 m ü.M. und zählt 1000 Einwohner.

Zum Restaurant

Die Mitteleinstiegswagen Jahrgang 1949 wurden 1998 von der Furka Oberalp Bahn von der Brünigbahn abgekauft. 10 Jahre waren sie vor allem als Sportzüge im Goms unterwegs. Im Jahr 2008 wurden sie von der Matterhorn Gotthard Bahn stillgelegt und nach Spanien an die Cremallera de Nuria verkauft.

Alte Eisenbahnwagen in Spanien unterwegs

Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya oder kurz FGC ist eine katalanische Eisenbahn-Gesellschaft, die in Barcelona und Katalonien ein Netz von elektrifizierten Vorortlinien betreibt. Das Netz besteht aus 140 km Schmalspurstrecken, 42 km Normalspurstrecken, 89 km Breitspurstrecken und den zwei Zahnradbahnen:

Cremallera de Montserrat

Die Cremallera de Montserrat von Monistrol hinauf zum Kloster auf dem Berg Montserrat. Sie wurde 1892 eröffnet, 1957 geschlossen und 2003 wiedereröffnet.

Cremallera de Núria

Die Cremallera de Núria von Ribes de Freser hinauf ins Vall de Núria in den Pyrenäen. Sie wurde 1931 in Betrieb genommen und seit 1984 von FGC betrieben. Die Cremallera de Núria (deutsch: Zahnradbahn von Núria) fährt in 40 Minuten vom 905 m hoch gelegenen Ribes de Freser über Queralbs in das auf 1967 m gelegene Vall de Núria (Pyrenäen). Die Strecke misst 12.5 km, die Spurweite ist 1000 mm, Maximale Neigung 150 Promille, Stromsystem 1500 V, Höchstgeschwindigkeit 37 km / h. Das autofreie Vall de Núria, nahe der Französischen Grenze, ist ein beliebtes Ausflugsziel der Katalanen und kann auf dem Landweg nur zu Fuss über den historischen Pilgerpfad (Nuria ist ein bekanntes Muttergottes Heiligtum) oder mit der Zahnradbahn erreicht werden.

Anschlüsse nach Barcelona

In Ribes de Freser hat man Anschluss an die Regionalzüge der Spanischen Staatsbahnen Renfe aus Richtung Barcelona und ist somit in ca. 2 Stunden von der katalanischen Hauptstadt entfernt.

Schweizer Fahrzeugflotte im Einsatz

Die Zahnradbahn wurde und wird weitgehend mit Fahrzeugen schweizerischen und deutschen Ursprungs betrieben, die Doppeltriebwagen von 1986 und 1995 wurden zwar in Spanien gebaut (MTM Barcelona), aber nach Schweizer Plänen. Die neuesten Fahrzeuge wurden wieder in der Schweiz von Stadler hergestellt und sind identisch bzw. austauschbar mit den Fahrzeugen, die auf der Montserrat-Zahnradbahn eingesetzt werden.