Uri_ Höhenweg Silenerberge Chilcherberge-Golzern

Hoch hinaus im Kanton Uri

Kleine Bahnen, grosse Abenteuer

Mehr als dreissig Kleinseilbahnen erschliessen im Kanton Uri Alpen und Weiler, die sonst kaum jemand erreicht. Wer einsteigt, landet in einem Urnerland, das die meisten Durchreisenden nie sehen.

Die Urner Kleinseilbahnen wurden nicht für Touristen gebaut. Sie entstanden als Lebensnerv einer dezentralen Berglandschaft – Versorgungsinfrastruktur für Alpen und Weiler, die ohne Strasse auskommen mussten. Diese Herkunft spürt man noch heute. Keine Warteschlangen, kein Trubel. Nur zwei kleine Kabinen, ein paar Seile – und oben eine Stille, die man so schnell nicht vergisst.

Im Schächental fügen sich vier Bahnen zu einem zusammenhängenden Höhenweg zusammen: Von Eggberge über Ruogig und Biel-Kinzig bis Ratzi führt die Route vom Klausenpass Richtung Flüelen – mit weiten Blicken ins Tal und kaum einer Menschenseele unterwegs.

Etwas weiter westlich liegt der Silener Höhenweg – eine der schönsten Kombinationen des Kantons. Die Luftseilbahn Chilcherberge bringt einen auf eine Aussichtsterrasse; von dort führt der Weg über eine Hängebrücke im Schipfental nach Golzern, wo nach einer kurzen Wanderung der Golzernsee zur Rast einlädt. Die Luftseilbahn Bristen–Golzern ist nach einer Sanierung ab Frühsommer 2026 wieder in Betrieb. Im hinteren Schächental eröffnet die Seilbahn Ribi–Wannelen den Weg zu Wanderungen mit Blick auf den Stäubenfall – und zur Alpbeizli, die man sich verdient hat.

Wer es ruhiger angehen mag: Von Attinghausen bringt die Seilbahn Naturbegeisterte auf das Brüsti auf 1525 Meter, mit einem Panorama über den Urnersee, das sich einprägt.

Das Besondere an diesen Bahnen ist nicht nur, wohin sie führen. Sie geben einem das Gefühl, wirklich angekommen zu sein – abseits der grossen Routen, nah an dem, was Uri ausmacht.

EXTERNAL_SPLITTING_BEGIN
EXTERNAL_SPLITTING_END