Zahnrad um Zahnrad zügig aufwärts
Die Geschichte der Matterhorn Gotthard Bahn ist eine Erfolgsgeschichte. Vor allem in den Anfangsjahren (damals noch BVZ und FO) und zu Weltkriegszeiten stellten die Rahmenbedingungen zwar ebenso steile Herausforderungen wie die eigentliche Bergstrecke dar. Die richtige Strategie und viel Herzblut der jeweiligen Verwaltungsräte und Mitarbeitenden führten das Unternehmen zielorientiert und erfolgreich ins 21. Jahrhundert.
Die Fahrstrecke
Die Matterhorn Gotthard Bahn verkehrt heute auf der Strecke Zermatt – Brig – Disentis und Andermatt-Göschenen. Die Züge legen eine Strecke von rund 144 Kilometern zurück, führen durch 29 Tunnels und 20 Galerien und über 60 Brücken. Faszinierend ist die Vielseitigkeit der Regionen: Bilderbuchähnlich und beinahe romantisch verkehrt die rote Schmalspurbahn durch Berglandschaften betörender Schönheit.
Ausgangspunkt ist Zermatt (1605 m ü. M.). Vom Matterhorndorf aus führt die Strecke durchs Mattertal und anschliessend durchs Rhonetal nach Brig (670 m ü. M.). Weiter geht die Reise durchs malerische Goms in den Kanton Uri. Auf dem Oberalppass erreicht die Bahnlinie den höchsten Trasseepunkt (2033 m ü. M.). Endstation für die Matterhorn Gotthard Bahn ist in Disentis (1130 m ü. M.), mit direktem Anschluss an die Rhätische Bahn.
Betriebsdaten
Die Matterhorn Gotthard Bahn beschäftigt heute rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieses motivierte Team steuert insgesamt mehrere Millionen Fahrgäste wie auch 100'000 Tonnen Güter in 462 Schienenfahrzeugen durch 47 Bahnhöfe und Haltestellen.
Der erste Zug der heutigen Matterhorn Gotthard Bahn verkehrte bereits am 3. Juli 1891 auf der Strecke von Visp Richtung Zermatt (damals BVZ). 1926 wurde die Strecke Brig-Disentis eröffnet (damals FO) und 1930 verband der Gleisbau zwischen Visp und Brig die beiden Netze miteinander. Dies war gleichzeitig die Geburtsstunde des weltberühmten Glacier Express: St. Moritz (via RhB) und Zermatt waren zum ersten Mal mit einem durchgehenden Geleise verbunden. Welch’ ein Ereignis in der Geschichte der Schweizer Eisenbahn!
A descriptive Text
| Betriebseröffnung |
Visp - Stalden/Saas |
03.07.1890 |
| |
Stalden/Saas - St.Niklaus |
26.08.1890 |
| |
St.Niklaus - Zermatt |
18.07.1891 |
| |
Brig - Disentis |
04.07.1926 |
| |
Göschenen - Andermatt |
11.07.1917 |
| |
Visp - Brig (Verbindungsstrecke) |
05.06.1930 |
| Ganzjahresbetrieb |
Brig - Zermatt |
1933 |
| |
Brig-Disentis |
1982 |
| Elektrifikation |
Visp - Zermatt |
01.10.1929 |
| |
Brig-Diesentis |
01.07.1942 |
| |
Visp - Brig |
05.06.1930 |
| Stationen |
44 |
|
| Stromsystem |
Einphasenwechselstrom |
11 kV 16 2/3 Hz |
| Streckenlänge |
Zermatt - Disentis, Andermatt - Göschenen |
144 km |
| |
davon mit Zahnrad (System: Roman Abt) |
31.9 km |
| Maximalsteigung |
in Zahnradstrecke (Schöllenenschlucht) |
181 o/oo |
| |
in Adhäsionsstrecke |
25 o/oo |
| Höhendifferenz |
Zermatt - Disentis, Andermatt - Göschenen |
3300 m |
| Höchster Punkt |
Oberalppass |
2033m |
| Tiefster Punkt |
Visp |
625m |
| Brücken |
60 |
|
| Längste Brücke |
Grengiolsviadukt (Strecke Grengiols - Fiesch) |
173 m |
| Höchste Brücke |
Mühlebachbrücke (Strecke: Stalden/Saas - Kalpetran) |
45 m |
| Tunnels und Galerien |
Anzahl: 29 + 20 |
Gesamt: 26'277 m |
| Längster Tunnel |
Furkatunnel |
15.4km |
| Längste Galerie |
Kalter Boden - Schilten
(Strecke: Täsch-Zermatt) |
730 m |